Psychologie für den Alltag
  • Dr. med. Luciano Berti
29 episodes
Hallo hier spricht Dr. Luciano Berti. Ich habe Psychologie und Medizin studiert, bin Facharzt für Psychosomatische Medizin und möchte Ihnen in diesem Podcast einzelne Artikel aus den vier von mir veröffentlichen Büchern ‚Psychologie für den Alltag‘ (Band 1-4) vortragen. In diesen Büchern geht es mir darum, eine Fülle von wertvollen Informationen und Anregungen zu vermitteln, die sowohl tiefgründig als auch zugleich alltagstauglich sind. Vielleicht gelingt es dem ein oder anderen dadurch, sein individuelles 'Sternenzelt' neu zu ordnen.

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Wir erschaffen unsere Realität
2020 Oct 1825m 7s
Wir sollten davon ausgehen, dass wir selbstverständlich auf energetische Weise stets Einfluss nehmen auch auf die uns umgebende Natur. Sind wir überwiegend von Angst, Sorge, Zweifel und Misstrauen bestimmt, lassen uns von negativen Vorstellungen, Phantasien und Regungen in unseren Entscheidungen und unserem Verhalten leiten, wird sich dies unweigerlich auf unsere gesamte Schöpfung auswirken. Es ist einer Schwere vergleichbar, die sich auf alles übertragen und niederlegen wird, was uns umgibt. Dr. Joe Dispenza (geb. 1962), Neurowissenschaftler, sagt hierzu: „Wir sind Maschinen, die Realität produzieren. Wir erschaffen die Auswirkungen der Realität immerzu.“
Taten sprechen lauter als Worte
2020 Oct 1321m 11s
Im Rahmen meiner psychotherapeutischen Arbeit bin ich sehr häufig mit zum Teil erheblichen Diskrepanzen konfrontiert. Diskrepanzen zwischen dem was Patienten über sich selbst beschreiben bzw. mitteilen und dem, was sie nachweislich in ihren Entscheidungen sowie ihren Handlungen tun. Diese Diskrepanz lässt sich zum Teil durch die Ausrichtung des Denkens und Sprechens an dem eigenen inneren Bild von sich (Ideal-Selbst) erklären, währenddessen das Verhalten viel mehr mit dem tatsächlich erlebbaren Bild des eigenen Selbst verbunden ist (Real–Selbst). Im Ideal-Bild finden sich die Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Ansprüche an das eigene Selbst. Natürlicherweise weichen diese meist deutlich von den tatsächlichen, real erlebbaren Anteilen des Selbst ab.
Zum Placebo Effekt und zur Selbstheilung
2020 Oct 0818m 13s
Die Vielzahl der inzwischen vorliegenden Untersuchungsergebnisse im Rahmen der Placebo-Forschung zeigen wiederkehrend die gleichen Ergebnisse. Sie belegen, dass Placebos vergleichbar gut oder noch besser wirksam sein können als es reale Medikamente bzw. tatsächliche ärztliche, therapeutische Maßnahmen sind.
Gedanken zur Spiritualität
2020 Oct 0317m 51s
Den Begriff Spiritualität selbst können wir auf das lateinische Wort spiritus zurückführen, welches für „Geist“ steht. Insofern verstehen wir unter Spiritualität eine geistige Haltung. Fragen, welche damit verbunden sind, haben mit unserer Existenz zu tun, betreffen alles das, was über das konkret Erlebbare hinausgeht, über das Physische (Körperliche) in das sogenannte Metaphysische. Seit Jahrtausenden befassen wir Menschen uns mit diesen existenziellen Fragen: Woher kommen wir?Wohin gehen wir?Worin liegt der Sinn unserer Existenz?usw. Es sind diese grundsätzlichen Fragen, welche die Menschen von Beginn an beschäftigen, dies verbunden mit dem Anliegen und Bedürfnis oder der stellenweise empfundenen Not hierauf eine Antwort zu finden.
Was unterscheidet den Schamanen vom Arzt?
2020 Sep 2018m 56s
Als Schamanen bezeichnen wir im allgemeinen Sprachverständnis spirituell wirkende Helfer, Heiler und Lehrer, denen aufgrund sehr unterschiedlicher spiritueller, religiöser, hellseherischer und ritueller Praktiken magische Fähigkeiten zugesprochen werden. Aufgrund dessen können sie Leid, Schmerz und Krankheit lindern bzw. beseitigen. Sie verkörpern die Verbindung mit dem Jenseits, das heißt mit dem Bereich des Transzendenten, so dass sie nicht nur den Kontakt zu Menschen im Hier und Jetzt haben, sondern auch mit Menschen bzw. deren Geist aus der Vergangenheit und Zukunft sowie mit den Mächten des Jenseits. Unsere Anbindung an solche magisch-spirituellen Menschen, die Hilfe, Beistand, Trost, Medizin und Heilung bieten, geht weit in die Geschichte der Menschheit zurück.
Gedanken zur Liebe
2020 Sep 1615m 43s
Liebe ist das stärkste positive Gefühl zu dem wir Menschen fähig sind. Sie ist die sicherste und stärkste Grundlage unseres Lebens. Erleben wir sie, können wir sie geben und empfangen, sind wir erfüllt und unser Leben bekommt einen Sinn. Aus ihr können wir Lebensfreude, Glück, Zuversicht, Hoffnung, Kraft und Energie schöpfen, sie verleiht uns Flügel, mit Hilfe derer wir scheinbar Unerreichbares erreichen und Unmögliches leisten können. Nichts kann in positiver Weise mächtiger sein, uns mehr inneren Halt und Vertrauen geben. Sie lässt uns im Inneren und Äußeren strahlen. Sie veredelt alles, was von ihr bestimmt ist. Liebe entspringt dem Herzen und eint in sich all das wofür das Herz steht. Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944), französischer Schriftsteller und Autor der Erzählung ‚Der kleine Prinz‘, mit über 140 Millionen verkaufte Exemplare weltweit, sagte: „Man sieht nur mit dem Herzen gut – für die Augen bleibt das Wesentliche unsichtbar“.
Passt Freundlichkeit noch in unsere heutige Zeit?
2020 Sep 1116m 52s
Wie steht es jedoch mit der Freundlichkeit in unserer heutigen modernen Gesellschaft? Handelt es sich noch um eine Tugend bzw. Eigenschaft, der ein entsprechender Stellenwert zukommt? Finden wir sie in den Botschaften, die uns über alle sozialen Netzwerke, Internet, Fernsehen, Zeitschriften, Bücher und anderes vermittelt werden?
Es soll sich alles ändern, unter der Voraussetzung, dass alles so bleibt wie es ist
2020 Sep 0518m
Der Wunsch es möge sich vieles oder alles verändern, ist ein sehr kennzeichnendes Anliegen für viele Menschen, die zu mir in psycho-therapeutische Behandlung kommen. Jedoch stellt dieser – wie sich meist schon sehr schnell im Verlauf des therapeutischen Prozesses herausstellt – nur eine Seite der Medaille dar. Auf der anderen Seite verbirgt sich die meist unausgesprochene Bedingung, welche mit einem Wunsch verbunden ist. Diese lautet: „nur unter der Voraussetzung, dass alles so bleibt, wie es ist.“ Es klingt nicht nur paradox, es ist es auch. Wie sollten wir ein Omelett zubereiten können, ohne die Eier zu zerschlagen? Das geht nicht. Und dennoch ist im Verlauf der Behandlung stets von neuem zu spüren bzw. zu erkennen, dass das Bedürfnis, vertraute Muster und Gewohnheiten des eigenen Denkens, Fühlens und Verhaltens aufrechtzuerhalten bestimmend ist.
Genug ist genug
2020 Sep 0218m 29s
„Genug ist genug“ ist offensichtlich eine erlebnismäßige Erfahrung, die wir in vielen Situationen unseres Lebens und Alltags berücksichtigen sollten. Was es uns häufig so schwer macht ist eine in uns ohnehin von klein auf angelegte Neigung, uns von unserer Befriedigung und empfundenen Lust verführen zu lassen noch mehr zu wollen. Wir unterliegen somit der Versuchung weiterzumachen, obwohl wir schon zufrieden sein müssten. Wie bereits in anderen Beiträgen in einem anderen Zusammenhang angedeutet, wird es uns zusätzlich erschwert uns zu begnügen, da die alltäglichen, uns von allen Seiten zukommenden Botschaften uns stets vermitteln, dass wir uns nicht zufriedengeben sollen. Über alle sozialen Netzwerke, Fernsehen, Radio, Zeitungen und Coaching-Bücher erfahren wir, dass noch mehr geht und genug nicht genug sein sollte. Nicht „gut“ ist ausreichend, auch nicht „sehr gut“, es sollte mindestens „besser“ sein, im idealen Fall sollte es „das Beste“ überhaupt sein. Es geht um das Maximum, den Superlativ, das nicht zu Übertreffende.
It Takes two to tango
2020 Aug 2920m 7s
Der Tango steht hier sinnbildlich für einen Tanz, bei dem zwei Beteiligte sich in einer Beziehung zueinander befinden, die mit einem Bewegungsablauf verbunden ist, welcher zeitweise gleichförmig ist, dann jedoch auch wieder gegensätzlich. In gleicher Weise kann das im übertragenen Sinn auf allen Ebenen des Zusammenwirkens von zwei Menschen der Fall sein. Stets befinden sie sich im Kontext ihrer Beziehung in einer gegenseitigen Wechselwirkung, abhängig voneinander und ebenso verbunden miteinander.